Mit ausgereifter Qualitätssicherung bei Software hat die imbus AG für sich eine echte Marktnische entdeckt

Mit einem zünftigen Richtfest feierte das Möhrendorfer Software-Unternehmen imbus AG die Fertigstellung des Rohbaus für das neue Bürogebäude in fast unmittelbarer Nachbarschaft zum weiterhin bestehenden Firmensitz in der Kleinseebacher Straße 9.

Die Firma imbus, gegründet im Jahre 1992 und seit März 2001 als Aktiengesellschaft firmierend, befindet sich auf Expansionskurs. So ist die Anzahl der Mitarbeiter in den vergangen Jahren kontinuierlich angestiegen und im Gegensatz zu vielen anderen Firmen aus dem IT-Bereich ist man bei der imbus AG zuversichtlich, den Umsatz des vergangen Jahres in Höhe von 4,8 Mio. EUR auch in diesem wirtschaftlich weit schwierigerem Jahr wiederholen zu können.

imbus hat sich auf das Testen und die Qualitätssicherung von Software-Anwendungen spezialisiert. Softwarehersteller, IT-Unternehmen und -Anwender lassen sich bei der Entwicklung von Software-Systemen gerne von imbus unterstützen, damit die Produkte zur Markteinführung ausgereift und zuverlässig sind. Die imbus AG zählt den lokalen "Global Player" Siemens ebenso zu seinen Kunden wie das IT-Urgestein Hewlett-Packard.

So dokumentiert das neue Bürogebäude mit 1800 Quadratmetern Nutzfläche die Erfolgsgeschichte eines Unternehmens, das seinen festen Platz im IT-Bereich gefunden hat. Denn sogar für den Computer-Laien ist klar, dass fehlerhafte Programme nicht nur Nerven, sondern manchmal auch sogar Leben kosten können - etwa in den Bereichen von Medizin und Verkehrstechnik. Und je aufwendiger die Programme werden, desto mehr Fehler können sich einschleichen. Und da der Konkurrenzdruck unter den Software-Entwicklungs-Unternehmen - alleine in Deutschland gibt es davon rund 1000 - immer größer wird, ist systematisch durchgetestete Software zum absoluten Muss geworden. Qualitätssicherung bleibt also ein relativ krisensicheres Geschäft.

Das neue Gebäude bietet Platz für rund 80 neue Mitarbeiter, so dass sich die Zahl der Angestellten bei imbus theoretisch verdoppeln könnte. Besonderes Augenmerk soll auf die Ausbildung des Nachwuchses gelegt werden. So wurden in den letzten zwei Jahren bei imbus sieben Ausbildungsplätze geschaffen. Drei weitere werden bis 2005 hinzukommen. Diese bemerkenswert positive Entwicklung eines heimischen Unternehmens blieb natürlich auch höheren Instanzen nicht verborgen: Im Rahmen der High-Tech-Offensive "Zukunft Bayern" der Bayerischen Staatsregierung erhielt die imbus AG nun einen Investitionszuschuss aus den regionalen Förderprogrammen für die gewerbliche Wirtschaft. raw

Veröffentlicht Erlanger Nachrichten, Ausgabe 11. September 2002