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- ISTQB® / GTB Standard Glossar der Testbegriffe, Version 2.0, 30. April 2009
(http://www.german-testing-board.info/de/downloads.shtm)
| Begriff | Erklärung |
|---|---|
| Safety Test | Testen, um die funktionale Sicherheit eines Softwareprodukts zu bestimmen. |
| Sanity-Test | Siehe Smoke-Test. |
| schlüsselwortgetriebener Test | Ein skriptbasiertes Verfahren, das nicht nur Testdaten und vorausgesagte Ergebnisse aus Dateien einliest, sondern auch spezielle Schlüsselworte zur Steuerung. Diese Schlüsselworte können von speziellen Skripts interpretiert werden und den Test während der Laufzeit steuern.Siehe auch datengetriebenes Testen. |
| Schnittstellentest | Eine Art des Integrationstests, die sich mit dem Testen der Schnittstellen von Komponenten und Systemen beschäftigt. |
| Schreibtischtest | Testen einer Software oder Dokumentation durch manuelle Simulation ihrer Ausführung. |
| Sicherheit (im Sinne von Zugriffsschutz) | Eigenschaften der Software, die sich auf die Fähigkeit beziehen, nicht autorisierte Zugriffe auf Programme oder Daten zu verhindern, unabhängig davon, ob diese versehentlich oder vorsätzlich erfolgen [ISO 9126].Siehe auch Funktionalität. |
| sicherheitskritisches System | Ein System, bei dem eine Fehlerwirkung oder Fehlfunktion zum Tod oder ernsthafter Verletzung von Personen führen kann, oder zum Verlust oder schwerem Schaden von Gerätschaften, oder zu Umweltschäden. |
| Sicherheitsprüfwerkzeug | Ein Werkzeug, das Unterstützung leistet beim Aufdecken von Sicherheitslücken des Zugriffs. |
| Sicherheitswerkzeug | Ein Werkzeug, das die operative Sicherheit unterstützt. |
| Simulation | Die Darstellung von ausgewählten Verhaltensmustern eines physikalischen oder abstrakten Systems durch ein anderes System [ISO 2382/1]. |
| Simulator | Test, das sich wie ein festgelegtes System verhält, wenn man es mit einem definierten Satz kontrollierter Eingaben versorgt [nach IEEE 610, DO178b]. Siehe auch Emulator. |
| Skalierbarkeit | Die Fähigkeit eines Softwareprodukts, so aufgerüstet zu werden, dass es eine erhöhte Last verkraftet [nach Gerrard]. |
| Skalierbarkeitstest | Testen zur Bestimmung der Skalierbarkeit eines Softwareprodukts. |
| skriptbasiertes Testen | Durchführung einer vorher festgelegten und dokumentierten Abfolge von Testschritten. |
| Skriptsprache | Eine Programmiersprache zur Erstellung ausführbarer Skripte, die dann durch ein Testausführungswerkzeug (z.B. Capture/Replay-Werkzeug) verwendet werden. |
| Smoke-Test | Eine Teilmenge aller definierten/geplanten Testfälle, die die Hauptfunktionalität einer Komponente oder eines Systems überdecken. Der Test soll feststellen, ob die wichtigsten Funktionen eines Programms arbeiten, ohne jedoch einzelne Details zu berücksichtigen.Anmerkung: Ein täglicher Build und ein Smoke-Test gehören in der Industrie zur Best Practice. Siehe auch Testeingangsprüfung. |
| Software | Programme, Prozeduren und möglicherweise zugeordnete Dokumentation und Daten für die betreffende Verarbeitung auf einem Computersystem [IEEE 610]. |
| Softwareabweichung | Siehe Abweichung. |
| Softwareangriff | Siehe Angriff. |
| Softwareelement | Siehe Konfigurationselement. |
| Softwarefeature | Siehe Feature. |
| Softwarefehler-Möglichkeits- und Einfluss-Analyse (SFMEA) | Siehe Fehler-Möglichkeits- und Einfluss-Analyse (FMEA). |
| Softwarefehler-Möglichkeits-, Einfluss- und Kritikalitäts-Analyse (SFMECA) | Siehe Fehler-Möglichkeits-, Einfluss- und Kritikalitäts-Analyse(FMECA). |
| Softwarefehlerbaum-Analyse (SFBA) | Siehe Fehlerbaum-Analyse (FBA). |
| Softwarelebenszyklus | Der Zeitraum, der bei der Konzeption eines Softwareprodukts beginnt und dann endet, wenn die Software nicht mehr für die Nutzung verfügbar ist. Der Softwarelebenszyklus enthält üblicherweise eine Konzeptionsphase, Anforderungsphase, Entwurfsphase, Implementierungsphase, Testphase, Installationsphase, Betriebs- und Wartungsphase, und manchmal eine Außerbetriebnahme. Bemerkung: Diese Phasen können sich überlappen oder iterativ durchgeführt werden. |
| Softwarequalität | Gesamtheit der Funktionaliäten und Merkmale eines Softwareprodukts, die sich auf dessen Eignung beziehen, festgelegte oder vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen [nach ISO 9126].Siehe auch Qualität. |
| Softwarequalitätsmerkmal | Siehe Qualitätsmerkmal. |
| Softwaretestfehler-/abweichungsbericht | Siehe Fehler- und Abweichungsbericht. |
| Sollverhalten | Siehe vorausgesagtes Ergebnis. |
| Speicher | Siehe Ressourcennutzung. |
| Speicherleck | Ein Fehlerzustand bei der dynamischen Speicherverwaltung. Wegen dieses Fehlerzustands wird der Speicher nach seiner Verwendung nicht an das System zurückgegeben, mit der möglichen Folge, dass das Programm infolge Speicherplatzmangels nicht funktioniert. |
| Speichertest | Siehe Test der Ressourcennutzung. |
| Spezifikation | Ein Dokument, das die Anforderungen, den Aufbau, das Verhalten oder andere Charakteristika des Systems bzw. der Komponente beschreibt, idealerweise genau, vollständig, konkret und nachprüfbar. Häufig enthält die Spezifikation auch Vorgaben zur Prüfung der Anforderungen [nach IEEE 610]. |
| spezifikationsbasierter Test | Siehe Black-Box-Test. |
| spezifikationsbasiertes Testentwurfsverfahren | Siehe spezifikationsorientiertes Testentwurfsverfahren. |
| spezifikationsorientierter Test | Siehe Black-Box-Test. |
| spezifikationsorientiertes Testentwurfsverfahren | Siehe Black-Box-Testentwurfsverfahren. |
| spezifizierte Eingabe | Eine Eingabe, für die die Spezifikation ein Ergebnis vorgibt. |
| spezifkationsbasiertes Verfahren | Siehe Black-Box-Testentwurfsverfahren. |
| spezifkationsorientiertes Verfahren | Siehe Black-Box-Testentwurfsverfahren. |
| Stabilität | Die Fähigkeit eines Softwareprodukts, unerwartete Auswirkungen von Änderungen zu vermeiden [ISO 9126].Siehe auch Wartbarkeit/Änderbarkeit. |
| Standardsoftware | Ein Softwareprodukt, das für den allgemeinen Markt entwickelt wurde, d.h. eine große Anzahl von Kunden, und das in identischer Form an viele Kunden ausgeliefert wird. |
| statische Analyse | Die Durchführung der Analyse eines Artefakts (z.B. Anforderung oder Quelltext) ohne Ausführung der Software.Anmerkung: Statische Analysen setzen voraus, dass das Prüfobjekt eine definierte formale Struktur hat. |
| statische Codeanalyse | Eine Analyse des Quelltextes ohne Ausführung der Software. |
| statischer Analysator | Ein Werkzeug, das eine statische Analyse durchführt. |
| statischer Codeanalysator | Ein Werkzeug, welche eine statische Codeanalyse durchführt. Das Werkzeug prüft den Quellcode auf bestimmte Eigenschaften wie z.B. Konformität mit Programmierkonventionen, Qualitätsmetriken oder Datenflussanomalien. |
| statischer Test | Testen einer Komponente oder eines Systems auf Anforderungs- und Implementierungsebene ohne Ausführung der Software, z.B. durch Reviews oder statische Codeanalyse.Siehe auch statische Analyse. |
| statisches Analysewerkzeug | Siehe statischer Analysator. |
| statistischer Test | Ein Testentwurfsverfahren, in dem das Modell der statistischen Verteilung der Eingaben verwendet wird, um repräsentative Tests zu konstruieren.Siehe auch nutzungsprofilorientierter Test. |
| Stresstest | Spezifische Form des Performanztests, die durchgeführt wird, um ein System oder eine Komponente an oder über den Grenzen, die in den Anforderungen spezifiziert wurden, zu bewerten [nach IEEE 610]. Siehe auch Performanztest, Lasttest. |
| Stresstestwerkzeug | Ein Werkzeug, das den Stresstest unterstützt. |
| strukturelle Überdeckung | Überdeckung, die auf Basis der internen Struktur von Komponenten oder eines Systems gemessen wird. |
| struktureller Test | Siehe White-Box-Testentwurfsverfahren. |
| strukturelles Testentwurfsverfahren | Siehe White-Box-Testentwurfsverfahren. |
| strukturierter Walkthrough | Siehe Walkthrough. |
| strukturorientierter Test | Siehe White-Box-Testentwurfsverfahren. |
| Stub | Siehe Platzhalter. |
| Stufendarstellung | Eine Modellstruktur, in der das Erreichen der Ziele in einer Gruppe von Prozessbereichen einen Reifegrad bestimmt. Jeder Reifegrad bildet den Ausgangspunkt für folgende Reifegrade [CMMI]. |
| Stufentestkonzept | Ein Testkonzept, das typischerweise für genau eine Teststufe gilt.Siehe auch Testkonzept. |
| SUMI (Software Usability Measurement Inventory) - Fragebogen | Ein Fragenkatalog basierend auf einem Testverfahren zur Bewertung der Benutzbarkeit; z.B. Benutzerzufriedenheit mit einer Komponente oder einem Systems [Veenendaal]. |
| Syntaxtest | Ein Black-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem Testfälle auf Basis der Definition der Eingangsdaten erstellt werden. |
| System | (1) Eine Zusammenstellung von Komponenten, um eine spezifische Funktion oder eine Menge von Funktionen zu erfüllen [IEEE 610]. (2) Satz von in Wechselbeziehungen oder Wechselwirkungen stehenden Elementen [ISO 9000:2000]. |
| System von Systemen | Mehrfach heterogene verteilte Systeme, die in Netzwerken auf mehrfachen Ebenen und in mehrfachen Domänen eingebunden und miteinander verbunden sind, um große interdiziplinäre Probleme und Fragestellungen zu adressieren. |
| Systemintegrationstest | Testen der Integration von Systemen und Paketen; Testen der Schnittstellen zu einer externen Organisation (z.B. Electronic Data Interchange oder Internet). |
| Systemtest | Testen eines integrierten Systems, um sicherzustellen, dass es spezifizierte Anforderungen erfüllt [Hetzel]. |
| szenarienbasierter Test | Siehe anwendungsfallbasierter Test. |
| Szenariotest | Siehe anwendungsfallbasierter Test. |

