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- ISTQB® / GTB Standard Glossar der Testbegriffe, Version 2.0, 30. April 2009
(http://www.german-testing-board.info/de/downloads.shtm)
| Begriff | Erklärung |
|---|---|
| Rückverfolgbarkeit | Als Rückverfolgbarkeit bezeichnet man die Fähigkeit, zusammengehörige Teile von Dokumentation und Software zu identifizieren, insbesondere die Anforderungen mit den dazu gehörigen Testfällen.Siehe horizontale Rückverfolgbarkeit, vertikale Rückverfolgbarkeit. |
| Record/Playback-Werkzeug | Siehe Mitschnittwerkzeug. |
| Referenzkonfiguration | Eine Spezifikation oder ein Softwareprodukt, welches formal geprüft bzw. dem zugestimmt wurde. Anschließend dient diese Referenzkonfiguration als Basis für die weitere Entwicklung und darf nur durch ein formales Änderungskontrollverfahren geändert werden [nach IEEE 610]. |
| Regressionstest | Erneutes Testen eines bereits getesteten Programms bzw. einer Teilfunktionalität nach deren Modifikation. Ziel ist es nachzuweisen, dass durch die vorgenommenen Änderungen keine Fehlerzustände eingebaut oder (bisher maskierte Fehlerzustände) freigelegt wurden.Anmerkung:Ein Regressionstest wird durchgeführt, wenn die Software oder ihre Umgebung verändert wurde. |
| regulativer Abnahmetest | Siehe Konformitätstest. |
| Reife | (1) Das Ausmaß, in welchem eine Organisation ihre Prozesse (Abläufe) effizient und effektiv gestaltet hat.Siehe auch Capability Maturity Modell, Test Maturity Modell.(2) Die Fähigkeit eines Softwareprodukts, ein Versagen aufgrund von Fehlerzuständen in der Software zu vermeiden [ISO 9126].Siehe auch Zuverlässigkeit. |
| Release Note | Ein Dokument, das im Rahmen der Übergabe von der Entwicklung zum Test zu Beginn der Testdurchführung die Testobjekte identifiziert, ihre Konfiguration, aktuellen Status und andere Informationen [nach IEEE 829]. |
| Ressourcennutzung | Die Fähigkeit eines Softwareprodukts, angemessene Mengen und Arten von Ressourcen zu nutzen. Das können sein: die Menge des vom Programm verwendeten Haupt- und Sekundärspeichers und die Größen der angeforderten temporären Dateien oder Überlaufdateien, wenn die Software ihre Funktion unter festgelegten Bedingungen ausführt [nach ISO 9126].Siehe auch Effizienz. |
| Review | Eine Bewertung eines Produkts oder eines Projektstatus. Sie dient dazu, Diskrepanzen zu den geplanten Ergebnissen aufzudecken und Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Review ist ein Oberbegriff für Management Review, informelles Review, technisches Review, Inspektion und Walkthrough [nach IEEE 1028]. |
| Review auf Testbarkeit | Eine detaillierte Prüfung der Testbasis daraufhin, ob sich die Testbasis auf einem geeigneten Qualitätsniveau befindet, um als Ausgangspunkt für den Testprozess zu dienen [nach TMap®]. |
| Reviewer | Siehe Gutachter. |
| Reviewwerkzeug | Ein Werkzeug zur Unterstützung des Reviewprozesses. Typische Fähigkeiten sind: Reviews planen, Maßnahmen verfolgen, Kommunikationsunterstützung, verteilte Reviews unterstützen und ein Repository für das Sammeln und Berichten von Metriken. |
| Richtigkeit | Die Fähigkeit eines Softwareprodukts, die richtigen oder vereinbarten Ergebnisse oder Wirkungen mit dem benötigten Grad an Genauigkeit zu liefern [ISO 9126].Siehe auch Funktionalitätstest. |
| Risiko | Ein Faktor, der zu negativen Konsequenzen in der Zukunft führen könnte; gewöhnlich ausgedrückt durch die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadensausmaß. |
| Risikoüberwachung | Die Risikoüberwachung unterstützt die Entscheidungen und Maßnahmen im laufenden Projekt zur Reduktion und Begrenzung von Risiken. |
| Risikoanalyse | In der Risikoanalyse werden identifizierte Risiken nach ihrer Auftrittswahrscheinlichkeit und ihrem potenziellen Schadensausmaß bewertet. |
| Risikobeherrschung | Siehe Risikoüberwachung. |
| Risikoidentifizierung | Der Prozess der Identifikation von Risiken mit Verfahren wie Brainstorming, Checklisten und Fehlerhistorie. |
| Risikomanagement | Systematische Anwendung von Praktiken für die Aufgaben der Risikoidentifizierung, Risikoanalyse, Risikopriorisierung und Risikoüberwachung. |
| risikoorientierter Test | Eine Vorgehensweise beim Testen, um Produktrisiken zu reduzieren und die Stakeholder hinsichtlich der Produktrisiken zu informieren, beginnend in den frühen Phasen des Projekts. Risikoorientiertes Testen beinhaltet die Identifizierung der Risiken und deren Verwendung zur Steuerung des Testprozesses. |
| Risikostufe | Diskretes Maß der Wichtigkeit eines Risikos, bestimmt durch seine Bestandteile Auswirkung und Wahrscheinlichkeit. Die Risikostufe kann genutzt werden, um die geplante Testintensität entsprechend zu bestimmen. Die Skala kann entweder qualitativ (z.B. hoch, mittel, niedrig) oder quantitativ sein. |
| Risikotyp | Eine bestimmte Kategorie von Risiken, die durch eine Testart reduziert werden kann. Zum Beispiel wird das Risiko, dass bei Benutzerinteraktionen Missverständnisse entstehen, durch Benutzbarkeitstests abgedeckt. |
| Robustheit | Der Grad, zu welchem Ausmaß eine Komponente oder ein System bei ungültigen Eingaben und extremen Umgebungsbedingungen korrekt funktioniert [IEEE 610].Siehe auch Fehlertoleranz. |
| Robustheitstest | (1) Test zum Ermitteln der Robustheit eines Softwareprodukts.(2) Siehe Negativtest. |

