basierend auf:
- ISTQB® / GTB Standard Glossar der Testbegriffe, Version 2.0, 30. April 2009
(http://www.german-testing-board.info/de/downloads.shtm)
| Begriff | Erklärung |
|---|---|
| falsch negatives Ergebnis | Ein Ergebnis, das einen Fehlerzustand als nicht vorhanden feststellt, obwohl der Fehlerzustand im Testobjekt enthalten ist. |
| falsch positives Ergebnis | Ein Ergebnis, das einen Fehlerzustand feststellt, obwohl der Fehlerzustand nicht im im Testobjekt enthalten ist. |
| Feature | Ein Attribut einer Komponente oder eines Systems, spezifiziert oder abgeleitet aus der Anforderungsspezifikation (z.B. Zuverlässigkeit, Benutzbarkeit oder Entwurfsrestriktionen) [nach IEEE 1008]. |
| Fehler- und Abweichungsbericht | Ein Dokument, das alle Ereignisse auflistet, die während des Testens aufgetreten sind und untersucht werden müssen [nach IEEE 829]. |
| Fehler- und Abweichungsmanagement | Der Prozess der Erkennung, Untersuchung, Maßnahmenergreifung und Behebung von Fehlerzuständen und Abweichungen. Dazu gehört Protokollierung, Klassifizierung und Analyse der Auswirkung von Fehlerzuständen und Abweichungen [nach IEEE 1044]. |
| Fehler- und Abweichungsmanagementwerkzeug | Ein Werkzeug zur Aufzeichnung und Statusverfolgung von Fehlerzuständen und Abweichungen während des Testens. Es enthält oft eine Workflow-Komponente, um die Sammlung, Korrektur und den Fehlernachtest von Vorfällen/Abweichungen verfolgen, steuern und über Berichtsfunktionen darstellen zu können. Siehe auch: Fehlermanagementwerkzeug. |
| Fehler-Möglichkeits- und Einfluss-Analyse (FMEA) | Eine systematische Vorgehensweise für die Risikoidentifikation und für die Analyse möglicher Fehler(aus)wirkungen und für ihre Vermeidung. Siehe auch Fehler-Möglichkeits-, Einfluss- und Kritikalitäts-Analyse (FMECA). |
| Fehler-Möglichkeits-, Einfluss- und Kritikalitäts-Analyse (FMECA) | Eine Erweiterung von FMEA, die über die FMEA hinaus eine Kritikalitätsanalyse enthält, die die Wahrscheinlichkeit der Fehlermöglichkeiten der Schwere ihrer Wirkung gegenüberstellt. Das Ergebnis hebt die Fehlermöglichkeiten mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit und Wirkung hervor, um den Fehlerbehebungsaufwand dorthin zu konzentrieren, wo dieser den größten Nutzen bringt. Siehe auch Fehler-Möglichkeits- und Einfluss-Analyse (FMEA). |
| Fehlerangriff | Siehe Angriff. |
| Fehlerauswirkung | Das physikalische oder funktionale Erscheinungsbild eines Fehlers. So kann eine Fehlerauswirkung zu einer langsamen Ausführung, zu inkorrekten Ausgaben oder zu einem Abbruch der Ausführung führen [IEEE 610]. |
| fehlerbasiertes Testentwurfsverfahren | Ein Testentwurfsverfahren, bei dem die Testfälle im Hinblick auf die Aufdeckung von bestimmten Fehlerkategorien entworfen werden, ausgehend von Kenntnissen über diese Fehlerkategorien. Siehe auch Fehlertaxonomie. |
| fehlerbasiertes Verfahren | Siehe fehlerbasiertes Testentwurfsverfahren. |
| Fehlerbaum-Analyse (FBA) | Ein Verfahren zur Ursachenanalyse von Fehlerzuständen. Das Verfahren stellt anschaulich dar, wie logische Zusammenhänge von Fehlerzuständen, Fehlhandlungen, und externen Ereignissen zu spezifischen Fehlerwirkungen führen können. |
| Fehlerbericht | Ein Dokument, das über einen Fehlerzustand einer Komponente oder eines Systems berichtet, der dazu führen kann, dass System oder Komponente die geforderte Funktion nicht erbringt [nach IEEE 829]. |
| Fehlerdichte | Die Anzahl der Fehlerzustände, die in einer Komponente oder einem System identifiziert wurden, dividiert durch die Größe der Komponente oder des Systems. Die Größe wird mit bekannten Maßen ausgedrückt, z. B. über die Anzahl Codezeilen oder über Funktionspunkte. |
| Fehlereinpflanzung | Als Fehlereinpflanzung bezeichnet man das (beabsichtigte) Hinzufügen von bekannten Fehlerzuständen zu einer Komponente oder einem System, um aus der Rate der aufgedeckten bekannten Fehlerzustände eine Schätzung über die verbliebenen Fehlerzustände machen zu können [IEEE 610]. |
| Fehlereinpflanzungswerkzeug | Ein Werkzeug zur Einpflanzung (d.h. zum beabsichtigten Einfügen) von Fehlerzuständen in eine Komponente oder ein System. |
| Fehlerfindungsrate | Anzahl der Fehlerzustände, die in einer Teststufe gefunden wurden, dividiert durch die Gesamtzahl der Fehlerzustände, die in dieser Teststufe und danach mit jeglichen Mitteln gefunden wurden. |
| Fehlermanagement | Prozess der Erkennung, der Analyse, der Bearbeitung und des Abschlusses eines aufgedeckten Fehlerzustands. Er umfasst Aufzeichnung, Klassifizierung und die Identifikation der Auswirkungen [nach IEEE 1044]. |
| Fehlermanagementwerkzeug | Ein Werkzeug zur Aufzeichnung und Statusverfolgung von Fehlerzuständen und Änderungen. Es enthält oft eine Workflow-Komponente, um die Zuweisung, Korrektur und den Fehlernachtest von Fehlern verfolgen, steuern und über Berichtsfunktionen darstellen zu können. Siehe auch: Fehler- und Abweichungsmanagementwerkzeug. |
| Fehlermaskierung | Ein Umstand, bei dem ein Fehlerzustand die Aufdeckung eines anderen verhindert [nach IEEE 610]. |
| Fehlernachtest | Die Wiederholung aller Testfälle, die vor der Fehlerkorrektur eine Fehlerwirkung erzeugt haben. Sie dient der Überprüfung, ob die Korrektur des ursächlichen Fehlerzustands erfolgreich war.Siehe auch Regressionstest. |
| Fehlerpriorität | Festlegung der Dringlichkeit von Korrekturmaßnahmen unter Berücksichtigung der Schweregrades, des erforderlichen Korrekturaufwands und der Auswirkungen auf den gesamten Entwicklungs- und Testprozess. |
| Fehlerschweregrad | Der Grad der Auswirkungen, den ein Fehlerzustand auf Entwicklung oder Betrieb einer Komponente oder eines Systems hat [nach IEEE 610]. |
| Fehlertaxonomie | Eine systematische Liste von Fehlerarten mit ihrer hierarchischen Gliederung in Fehlerkategorien. Sie dient der Klassifikation von Fehlerzuständen. |
| Fehlertoleranz | Die Fähigkeit eines Softwareprodukts, ein spezifiziertes Leistungsniveau auch bei Fehlfunktionen oder trotz Fehleingaben (z. B. falsche Bedienung) aufrecht zu erhalten [ISO 9126].Siehe auch Zuverlässigkeit, Robustheit. |
| Fehlerverfolgungswerkzeug | Siehe Fehlermanagementwerkzeug. |
| Fehlerwirkung | Abweichung einer Komponente/eines Systems von der erwarteten Lieferung, Leistung oder dem Ergebnis [nach Fenton]. |
| Fehlerzustand | Defekt (innerer Fehlerzustand) in einer Komponente oder einem System, der eine geforderte Funktion des Produkts beeinträchtigen kann, z.B. inkorrekte Anweisung oder Datendefinition. Ein Fehlerzustand, der zur Laufzeit angetroffen wird, kann eine Fehlerwirkung einer Komponente oder Systems verursachen. |
| Fehlhandlung | Die menschliche Handlung, die zu einem falschen Ergebnis führt [nach IEEE 610]. |
| Fehlschlag | Ein Test schlägt fehl, wenn das aktuelle Ergebnis nicht mit dem vorausgesagten Ergebnis übereinstimmt. |
| Feldtest | Siehe Beta-Test. |
| formales Review | Eine Reviewtechnik, die durch ein dokumentiertes Vorgehen und Anforderungen charakterisiert ist, z.B. eine Inspektion. |
| Freigabemitteilung | Siehe Release Note. |
| funktionale Anforderung | Anforderung, die ein funktionales Verhalten spezifiziert, die ein System oder eine Systemkomponente ausführen können muss [IEEE 610].Siehe auch Funktionalität. |
| funktionale Integration | Eine Vorgehensweise zur Integration, bei der Komponenten oder Systeme mit der Absicht kombiniert werden, eine Basisfunktionalität früh bereit zu stellen. Siehe auch Integrationstest. |
| funktionale Sicherheit | Die Fähigkeit eines Softwareprodukts, akzeptable Stufen des Risikos der Gefährdung von Menschen, von Unternehmen, von Software, von Vermögen oder von der Umwelt in einem spezifizierten Fall der Anwendung zu erreichen [ISO 9126]. |
| funktionales Testen | Testen, das auf der Analyse der funktionalen Spezifikation einer Komponente oder eines Systems basiert.Siehe auch Black-Box-Test. |
| funktionales Testentwurfsverfahren | Ein Verfahren zur Herleitung und Auswahl von Testfällen, das auf der Analyse der funktionalen Spezifikation einer Softwarekomponente oder eines Softwaresystems basiert, ohne Bezug auf dessen innere Struktur. Siehe auch Black-Box-Testentwurfsverfahren. |
| Funktionalität | Die Fähigkeit eines Softwareprodukts beim Einsatz unter spezifizierten Bedingungen Funktionen zu liefern, die festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse erfüllen [ISO 9126].Untermerkmale der Funktionalität nach ISO 9126 sind: Angemessenheit, Richtigkeit, Interoperabilität, Sicherheit und Konformität. |
| Funktionalitätstest | Testen, um die Funktionalität eines Softwareprodukts zu bestimmen. |
| Funktionspunktanalyse (FPA) | Eine Methode, die darauf abzielt, den Umfang der Funktionalität eines Informationssystems zu messen. Die Messung ist unabhängig von der Technologie. Sie kann als Basis zur Messung der Produktivität verwendet werden, zur Schätzung der benötigten Ressourcen und zur Projektsteuerung. |

