Möhrendorf, Oktober 2010 – Im November des vergangenen Jahres berichtete imbus in seinen News über die Aufkündigung einer altgedienten Technologie: Advanced Intelligent Tape (AIT). Sony kündigte damals an, den Vertrieb von Bandspeichertechnik AIT ab März 2010 einzustellen.
AIT wurde 1996 von Sony als Weiterentwicklung des Digital Audio Tape (DAT) vorgestellt. Im Gegensatz zu DAT bot AIT mehr Speicherkapazität an und wurde ursprünglich im Bereich der Datensicherung eingesetzt. AIT war auch mit WORM-Technologie (Write Once Read Multiple) verfügbar und garantierte damit die Unveränderbarkeit gespeicherter Daten für die Langzeitarchivierung aufbewahrungspflichtiger Datenbestände. Mit der Aufkündigung von AIT geht ein bewährter Standard zur Archivierung von Daten verloren.
Mit dem Ende von AIT bleiben für die Datensicherung auf Band nur noch zwei Formate, die gleichzeitig auch den Markt dominieren: Linear Tape Open (LTO) und Digital Data Storage (DAT/DDS). Jedoch bietet nur eines dieser Formate auch die für die Langzeitarchivierung dringend benötigte WORM-Technologie an: LTO
Andere Formate (z.B. SDLT), bieten zwar auch WORM-Technologie an, verfügen jedoch nicht über die erforderliche Marktrelevanz, die einen Einsatz zur Langzeitarchivierung aufbewahrungspflichtiger Daten rechtfertigt.
Und wie kommen nun bereits mit AIT-Speichertechnik archivierte Datenbestände auf LTO-Medien?
Datenmigrationen zwischen komplexen Systemen stellen durch ihre hohen technischen und rechtlichen Anforderungen eine große Herausforderung dar.
imbus, eines der größten Migrationszentren Europas, unterstützt Sie während des Systemswechsels von AIT auf LTO als zuverlässiger und erfahrener Partner. Die Datenmigrationen zwischen diesen beiden Technologien erfolgen vollautomatisch, protokolliert und anhand schriftlich dokumentierter Migrationsprozesse.
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Der eigentliche Vorteil liegt hier aber beim Verbraucher: Beim Einkauf der Bänder kann er zwischen über 30 Herstellern wählen. Auch bei Ersatzteilen oder Schreib-Lesegeräten stehen verschiedene Anbieter zur Verfügung.
Mittlerweile wurde die 5. Generation (Ultrium) mit dem Linear Tape File System eingeführt [siehe div. Presseberichte]. Auf den Laufwerken können zwei Partitionen angelegt werden, von denen eine die Metadaten der jeweils anderen Partition enthält. Die Laufwerke werden mittlerweile auch mit 1,75 Zoll vertrieben.
Bei der Herstellung von LTO standen die Anforderungen automatisierter Datensicherung im Fokus. Die Ultrium-Bänder sind leicht keilförmig und mit Aussparungen versehen, so dass Roboter zielsicher zugreifen können.
LTO-Ultrium-Tape-Libaries sind in der Größenordnung von 1 TB bis 10PB erhältlich und können über SCSI oder SAS an Hosts, über iSCSI oder Fibre Channel an Storage Area Networks (SAN) angebunden werden.
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